von Isobel McArthur
nach dem Roman von Jane Austen
"Es gibt hier ein kleines Problem mit emotionaler Verdrängung. Also wundern Sie sich nicht, wenn ab und zu jemand aus heiterem Himmel anfängt zu singen", wird gleich zu Anfang schonend auf die besonderen Umstände des beengten Lebens in der Kleinstadt eingestimmt. Aber plötzliche Gesangseinlagen sind nicht das Einzige, was Isobel McArthurs gefeierte Neufassung von Jane Austens Meisterwerk ungewöhnlich und einzigartig macht.
Hoch modern und dabei immer nah an der Vorlage erzählen die sonst unerwähnten Dienstmädchen die Geschichte um Liebe, Geld und der Sehnsucht nach Selbstbestimmung: Jane Austens Kultroman mag 200 Jahre alt sein, seine Themen sind es nicht.
Mrs. Bennet hat fünf Töchter. Das Problem: Sie sind unverheiratet. Dank der von Männern erdachten Erbschaftsregeln ist "sich einen standesgemäßen Junggesellen zu angeln", die einzige Möglichkeit, die Existenz der Familie zu sichern.
Jane Austens berühmter Roman als irrwitzige Pop-Komödie mit Musik, augenzwinkernd von den Dramen Damen erzählt.
